Dr. Monika Tontsch

Verabschiedung Dr. Monika Tontsch als Sprecherin des Arbeitskreises

Im Jahr 1995 gründete sich auf Anregung der Deutschen Bischofskonferenz der heutige Arbeitskreis für die „Inventarisation und Pflege des kirchlichen Kunstgutes in den deutschen (Erz-)Bistümern“ als offizielles Forum für die als Inventarisator:innen, Konservator:innen und Kunstreferent:innen in den Bistümern tätigen Fachleute. Dr. Monika Tontsch, Gründungsmitglied und seit 1991 Konservatorin im Bistum Hildesheim, wurde von den teilnehmenden Bistümern zur ersten Sprecherin gewählt.

Im Februar 2026 ist sie, die zuletzt 2021 in Münster im Amt bestätigt wurde, in den Ruhestand getreten. In gut 30 Jahren als Sprecherin hat sie in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen den Arbeitskreis geprägt und mitgestaltet. In Zeiten neuer Aufgaben für die Berufsgruppe (z.B. Kirchenprofanierungen) und oft gleichzeitig schwindender Unterstützung seitens der Bistümer war ihr der Schulterschluss, auch mit den assoziierten österreichischen Diözesen, ein zentrales Anliegen. Das wichtigste in ihrer Amtszeit entstandene Dokument ist daher die 2013 von den Mitgliedern formulierte „Münsteraner Erklärung“, die sie im Oktober 2015 persönlich an die deutschen Generalvikare übergeben hat.

Das verbleibende Sprecherteam dankt ihr im Namen aller Mitglieder für ihr nicht nachlassendes Engagement für den Arbeitskreis und die Anliegen der kirchlichen Denkmalpflege und wünscht ihr alles Gute und Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt.

Ein Rückblick von 1991 bis 2025 und wichtige Stationen

 

 

Leitlinien für den Umgang mit antijüdischen Bildwerken

Die Verantwortlichen für die Kunstdenkmalpflege und die Beauftragten für den interreligiösen Dialog der (Erz-)Bistümer und Landeskirchen in NRW haben Leitlinien für den Umgang mit antijüdischen Bildwerken an und in Kirchen entwickelt. Erstmals liegt damit von Seiten der beiden Kirchen in Deutschland eine Handlungsempfehlung für diese Bildwerke vor. Sehr zur Lektüre empfohlen. Zum Download geht es hier.

 

 

Pater Damian Bieger OFM

Neuer Vertreter für die DOK Deutschen Ordensobernkonferenz e.V.

Der Arbeitskreis begrüßt Pater Damian Bieger OFM als neuen Vertreter für die DOK Deutschen Ordensobernkonferenz e.V.

Er ist seit 2019 Provinzbeauftragter für Geschichte und kulturelles Erbe der Deutschen Franziskanerprovinz und bereits seit einigen Jahren mit dem Arbeitskreis im guten fachlichen Austausch.

(07/2025)

 

Publikation zum Evangelischen Kirchbautag: Leben statt Leere

kirchbautag 2025 200Anlässlich des 31. Evangelischen Kirchbautags (11. bis 13.09.2025 Berlin) erschien im Juni die Publikation Leben statt Leere – Überlegungen und Anregungen mit unseren Kirchen.

Unter der Überschrift „Eine Kirche ist eine Kirche ist eine Kirche… - Standortbestimmung nach 25 Jahren Erfahrung mit Kirchenprofanierungen im katholischen Raum“ liefert Dr. Monika Tontsch, Sprecherin des Arbeitskreises, einen Beitrag zum Umgang mit kirchlichem Kunstgut.

 

 

Bereit für den Ernstfall: "Einsatzhandbuch Kulturgut", dieser über 300 Seiten starke Ratgeber für den Kulturgüterschutz bei Katastrophen wurde vom Verband der Restauratoren (VdR) 2024 herausgegeben. Er bietet Grundlagen für ein umfassendes Notfallmanagement als auch praxisnahe Anleitungen und richtet sich an Kulturerbe-Institutionen.

Unter folgendem Link können Sie das Handbuch herunterladen: www.einsatz-kulturgut.de

 

 

 

Im Frühjahr 2023 erschien ein Flyer des Arbeitskreises, den die SprecherInnen in Absprache mit den Mitgliedern entwickelt haben.

In sehr knapper Form gibt er grundlegende Hinweise zu Pflege und Umgang kirchlicher Kunstgüter. Der Flyer steht auf unserer Homepage als Download zur Verfügung.

Interessierte Bistümer haben weiterhin die Gelegenheit zur Bestellung der Druckversion.

 

 

 

 

 

 

„Münsteraner Erklärung“ von 2015

Die Ereignisse in vielen deutschen Bistümern gaben und geben den Kunstreferent*innen und Konservator*innen Anlass zur Sorge. Durch die Zusammenlegung von Kirchengemeinden sowie Um- und Weiternutzungen von Standorten bis hin zu Profanierung und Abriss von Kirchen sind in den letzten Jahren viele neue, meist problematische Aufgabenfelder hinzugekommen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises für die Inventarisation und Pflege des Kirchlichen Kunstgutes als Vertretung dieser Berufsgruppe haben deshalb 2013 eine Erklärung formuliert und sie nach dem Tagungsort Münster benannt. Das Vorhaben wurde unterstützt vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Die „Münsteraner Erklärung“ richtet sich zuerst an die Generalvikare der deutschen (Erz-)Bistümer und wurde diesen durch die Sprecherin am 14.Oktober 2015 in Würzburg persönlich übergeben. In der Folge hat sich die personelle Situation in einigen Bistümern verbessert, insgesamt bleibt die personelle und finanzielle Ausstattung in diesem Arbeitsgebiet aber angespannt bis prekär. Auch ist die Einbindung in die diözesanen Strukturen bisweilen unbefriedigend.

Nach Rücksprache mit den Mitgliedern bei der Jahresversammlung im November 2021 (zufällig erneut) in Münster haben sich die Sprecher*innen entschlossen, die Erklärung im Wortlaut auf der Homepage des Arbeitskreises öffentlich zu machen. Hier finden Sie die „Münsteraner Erklärung“.

Die Sprecher*innen des Arbeitskreises für Inventarisation und Pflege des Kirchlichen Kunstgutes in den deutschen (Erz-)Bistümern, März 2022

Arbeitskreis für die Inventarisation und Pflege des kirchlichen Kunstgutes

Der Arbeitskreis konstituierte sich offiziell 1995 in Hildesheim.

Vorausgegangen war eine Fachtagung 1991, zu der das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz alle Diözesen eingeladen hatte.

Kernanliegen der 1971 vom Heiligen Stuhl angeregten Kunstinventarisation ist eine angemessene wissenschaftliche Dokumentation des Kunstgutes in allen Kirchen, Kapellen, Pfarrhäusern und sonstigen kirchlich genutzten Bereichen durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte.

Elsendorf064Mitglieder des Arbeitskreises sind alle deutschen (Erz-) Bistümer. Als Gäste willkommen sind auch Bistümer europäischer Nachbarregionen.

Zielsetzungen des Arbeitskreises sind Erfahrungsaustausch, Fortbildung und eine allgemeine Beförderung der Inventarisierung kirchlicher Kunst in methodischer und inhaltlicher Hinsicht. Dazu finden seit 1995 jährliche Arbeitstagungen statt, die zentralen Themenstellungen gewidmet sind jeweils von einer Diözese ausgerichtet werden. Darüber hinaus ist der Arbeitskreis eine ständige Plattform für Kollegenkontakte sowie für fachverwandte Institutionen.

 

Derzeitige SprecherInnen des Arbeitskreises:

Sprecherteam:
Dr. Christiane Häslein, Bistum Trier
Dr. Holger Kempkens, Erzbistum Paderborn

 

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